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ausprobiert

What Our Clients Says

Ihr sehr ja das Beitragsbild: Über die Zeit haben sich bei mir einige Fotobücher angesammelt. Einige davon nehme ich ab und an noch aus dem Regal, andere hingegen bleiben liegen (oder stehen). Um wieder Platz für Neues zu bekommen, sollten also einige davon einen neuen Besitzer kriegen. Auf den Aufwand einer Auktion hatte ich aber keine Lust. Ein Bekannter empfahl mir dann momox. Auf der Seite muss man sich einen Account anlegen. Zum Verkauf gibt es eine App fürs iPhone, mit der man einfach Barcode auf dem Buch einscannt. Alternativ gibt man die ISBN ein, falls der Barcode nicht lesbar ist. Die App sagt einem dann umgehend, wie viel Geld es für das eingescannte Buch gibt. Entspricht der Preis den eigenen Vorstellungen, wandert das Buch in den Verkaufskorb. Natürlich kann man die Liste noch mal überarbeiten, und die Bücher wieder aus dem Verkauf löschen. Entschließt man sich zum Verkauf der eingescannten Bücher, dann werden diese vom Postboten abgeholt. Termin kann in einem gewissen Rahmen vorgegeben werden, so dass es auch keinen Abstimmungsstress gibt. Man muss die Bücher lediglich verpacken. Kartons habe ich aber irgendwie immer welche rumstehen, so dass es hier auch keine Probleme gegeben hat. Insgesamt lief der Verkauf der Bücher sehr einfach und schnell. Geld gibt es aber erstmal noch nicht. Der Zustand der Bücher wird von momox noch auf die Verkaufstauglichkeit geprüft. Gerade bei Fotobüchern ist oftmals eine DVD dabei, die natürlich enthalten sein sollte. Bei mir war allerdings alles OK, das Geld ging dann auf mein Konto ein.

Natürlich war ich neugierig, wie die Preise im Vergleich zu Einzelauktionen sind. War aber nicht sonderlich überrascht als ich feststellte, dass die von momox gezahlten Preise z.T. deutlich niedriger sind als bei Einzelverkäufen. Dazu habe ich mir bei eBay stichprobenartig die Bücher herausgesucht und die Preise verglichen. Ist aber auch klar, dass für momox irgendwo eine Gewinnmarge abfallen muss. Jeder sollte also für sich entscheiden, ob er bereit ist, geringere Erlöse in Kauf zu nehmen, wenn er dafür den geringeren Aufwand hat. Dazu empfehle ich einen Vergleich der Preise von momox mit denen von anderen Anbietern wie zum Beispiel rebuy. Witzigerweise können einzelne Bücher bei anderen Anbietern mehr bringen, weil sich die Preisdatenbanken unterscheiden.

Letztlich war mir die schnelle Abwicklung wichtiger, als der maximale Preis. Denn wie ich mich kenne, stünden die Bücher sonst immer noch in meinem Regal 😉

So, wie also lautet mein Fazit?

Pro:

  • leichte und schnelle Abwicklung, der „Kram“ ist zeitnah weg
  • geringerer Aufwand als bei Auktionen
  • sofortige Preisinfo
  • zumindest aus meiner Erfahrung seriöse Abwicklung und Zahlung

Contra:

  • Preise können deutlich geringer sein als im Einzelverkauf bei Auktionen (stichprobenartiger Vergleich anhand von ausgelaufenen Auktionen)
  • es sind nicht alle Bücher verkaufbar / in der Datenbank von momox

Fotobücher verkaufen über momox

Ein Universalzoom an einer Nikon D800? Ja geht’s noch? Wer macht denn so was? So oder so ähnlich klingen Kommentare, die man landauf landab zu hören oder zu lesen bekommt, wenn man erwähnt, dass man an der D800 mit einem 36MP-Sensor so ein Objektiv verwendet. Ich selbst habe mich auch bei ähnlichen Gedanken ertappt und fühle mich daher schon ein bisschen komisch, wenn ich jetzt über etwas schreibe, dass ich vor Kurzem noch selbst verteufelt habe. Aber von Anfang an.

Als ich von der Nikon D7000 auf das Pixelmonster D800 umstieg konnte ich nicht ahnen, dass ich zum sog. Pixelpeeper avancieren würde. Überall wurde einem suggeriert, dass man gefälligst die Edel-Linsen aus dem obersten Regal an die D800 schrauben soll. Am besten nur die Festbrennweiten mit dem Goldring dran, der Rest komme nicht erst in Frage. Gelesen – gehört – getan.

Doch irgendwann kam ich unweigerlich zu dem Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob ich wirklich nur die Festen in der Tasche haben muss. Vor allem bei Stadtexkursionen und Reisen sind Festbrennweiten eher hinderlich, da je nach Aufnahme eine andere Brennweite gebraucht wird. Also überall dort, wo ich flexibel sein möchte, ohne großes Gepäck dabei zu haben. So erinnerte ich mich an meinen letzten USA-Trip, bei dem ich einen kiloschweren Rucksack mitschleppte und am Ende mir ein Universalzoom völlig gereicht hätte. Oder bei der letzten Hochzeit – Mann! Was habe ich mir da einen Retter in der Not gewünscht, mit dem ich von allen möglichen Standorten Impressionen einfangen kann!

Zu guter Letzt dankt es mir auch mein Rücken, wenn ich mich mit nur einem Glas bewaffnet an die Fotofront begebe.

Die Recherchen zu allen möglichen Reisezooms ließen mich allerdings wieder zweifeln – vor allem verzweifeln. Aber ich wollte mir dieses mal nicht einreden lassen, dass die Dinger völlig unbrauchbar sind oder nur etwas für Anfänger und Amateure wären, die über ihr Niveau nicht hinauskommen, die keine Ahnung von Perspektive, (Rand)Schärfe und Bokeh haben. Trotzdem recherchierte ich weiter und fand plötzlich doch Liebhaber dieser Monsterzooms. Darunter auch Profis (Was für eine Erleichterung!), die eigentlich wissen müssten, wovon sie sprechen.

Zusätzlich wurde ich in meinem Glauben an das Gute im Suppenzoom darin bestärkt, als ich mir diverse Aufnahmen der Kombination Nikon D800 und dem 28-300mm ansah. So kam ich zu dem Schluss: das ist die ultimative Reisekanone, der Retter in der Not, mehr brauchst du nicht.

So spazierte ich in den nächsten Fotoladen und ließ mir das 28-300mm, sowie das 24-120mm auf den Tresen knallen. Der Verkäufer schaute etwas mitleidig drein, als ich meine D800 hervorholte, um im Laden ein paar Probeschüsse zu machen. Mit mitleidigem Blick gab er mir zu verstehen, dass es bei den beiden Linsen nur eine Wahl geben kann: 24-120mm. Das sei gut, tausendmal besser als das andere. Ich wollte mir aber mein eigenes Bild machen und ging frohen Mutes zum Fotovergleich nach Hause.

Und sie sahen alle gleich aus! Kaum zu glauben, aber wahr! Farben, Kontraste, Schärfe – alles gleich. Keine Unterschiede. Und vor allem: Scharf ! Keine Grauschleier – keine Nebelschwaden verdarben das Bild. Beide Objektive ergaben ein völlig gleiches Bild. Nur beim 24-120mm war dann am langen Ende Schluss – während man am 28-300mm noch munter weiter am Zoomring drehen durfte. In der 100%-Ansicht gab es dann kleine Unterschiede, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Zumal ich mich fragte, wann ich solche Bildausschnitte anwenden würde. !

Auch bei der Haptik gab es für mich keinerlei Unterschiede. Die 100g mehr Gewicht beim 28-300 machten tatsächlich den Kohl nicht fett. Auch die Verarbeitung erschien mir gleich zu sein. Das übliche Plastik, welches man heutzutage an jedem Objektiv vorfindet.

Verarbeitung und Handhabung

Wenn man am Zoomring dreht, kommt einem ein plastikähnliches Gefühl auf. Schwergängig, nicht so leicht drehend wie bei den teuren Zooms mit Lichtstärke 2,8. Aber das habe ich auch nicht anders erwartet.

Hinten am Bajonett gibt es eine Gummilitze, die den Staub davon abhalten soll ins Kamerainnere zu gelangen. Gut so! Auch das Bajonett ist aus Metall. Insgesamt gesehen wirkt das Objektiv nicht billig.

Die Schalter für den VR und die manuelle Steuerung gehen ok und sind gegen unbeabsichtigtes Verstellen flach ins Gehäuse eingelassen. Außerdem hat Nikon dem Objektiv einen Sperrschalter spendiert, der verhindern soll, dass der Objektivtubus durch das Eigengewicht ungewollt ausfährt.

Während der Zoomring schön breit ist, ist der Ring für die manuelle Scharfeinstellung zu schmal geraten. Zumal dieser auch näher an der Kamera liegt. Das haben die professionellen Zooms diesem hier voraus. Da liegen die Einstellringe umgekehrt und in leicht bedienbarer Größe am Zoom. Die Gegenlichtblende rastet vorne richtig ein, entgegen anderer Tests und Meinungen dazu. Die Filtergröße beträgt 77mm und ist sogar Standardgröße, auch bei den Profizooms. Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern.

Die Praxis

Vergleichsbilder gibt es ja genug im Netz. Deshalb gehe ich hier auf die Praxis ein. Wie ist es denn nun, wenn man einige Zeit mit dem Ding durch die Gegend marschiert? Ehrlicherweise muss ich sagen, dass die 800g Gewicht schon zu Buche schlagen. Es ist halt kein Leichtgewicht. Das sind aber die lichtstarken Zooms mit Sicherheit auch nicht – zusammen bringen die Nikkore AF-S 24-70mm f2,8 und das 70-200mm f2,8 rund 2,5 Kg auf die Waage. Hinzu kommt noch das Gewicht der D800. Auf Dauer schleppt sich damit niemand auf einer Städtereise ab. Und der Rücken dankt es einem – versprochen. Das ist eben der große Pluspunkt bei dieser Art von Objektiv. Ich habe also das 28-300mm mehrere Stunden am Stück getragen und war dann doch überrascht, wie schwer das Zoom am Ende war. Aber wenn ich mir vorstelle, dass man mit 2,5 Kg Glas durch die Gegend rennen soll, dann relativiert sich meine Kritik am Gewicht dieses Universalzooms. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich es bisher gewohnt war mit leichten Festbrennweiten durch die Lande zu ziehen. Da sind dann 800g schon eine andere Hausnummer. Deshalb rate ich auch allen, die mit dieser – oder auch anderer Kombis – unterwegs sind, einen Kameragurt zu verwenden, wo die Kamera nicht vor dem Bauch baumelt. Ich persönlich verwende seit Jahren den Gurt von Sunsniper, wo die Kamera seitlich neben der Hüfte hängt. Neben dem Vorteil des schnellen Zugriffs trägt sich damit auch die Kombi viel leichter und ohne Nackenschmerzen.

Der Zoombereich erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Ein Bereich von 28 bis 300mm ist schon ein enormer Brennweitenbereich. Einzig der lahme AF ist ein Kritikpunkt wert. Gemächlich tuckert er in seine Endposition. Da ist das 24-120mm wesentlich schneller. Allerdings ist die Zoomverstellung schon etwas schwergängig – da hätte ich mir etwas mehr Leichtigkeit gewünscht.

Schärfe ist nicht alles

Ja, ja, ich geb’s ja zu! Ein Suppenzoom kann gar nicht scharf abbilden. Also da kann ich beruhigen. Wer aber seine Aufnahmen nicht auf 100% vergrößert, wird keinerlei Unterschiede zum 24-120mm feststellen. Erst dann zeigen sich leichte Unterschiede. Die aber insgesamt gesehen nicht den Mehrwert eines 24-120mm ausmachen. Hier muss man sich entscheiden: Qualitätsunterschiede im %-Bereich oder mehr Flexibilität im Zoombereich und ein günstigerer Preis.

Naturgemäß verzeichnet so ein Universalzoom auch ganz ordentlich. Kann man aber locker mit der entsprechenden Software wie Lightroom oder Photoshop korrigieren. Das Quäntchen Schärfe, die fehlt, macht keinen großen Unterschied – dafür hat man dann aber auch nichts verpasst. Kein Herumgefummel mehr nach der richtigen Brennweite. Ich habe alle Brennweiten in einem Gehäuse – und verpasse nichts mehr. Da zählt die endlos knackige Schärfe nicht, sondern das pure Ergebnis. Schärfe ist also nicht alles. Wer knackige Schärfe sucht, der sollte sich bei den Festbrennweiten umsehen. Die wird auch von den superteuren Zooms nicht geliefert. !

Fazit

Man sollte sich fragen, was man fotografieren möchte. Für Portraits, Straßenfotografie und andere spezielle Aufgaben habe ich meine Festbrennweiten. Für die schnellen Lösung ohne lästigen Objektivwechsel habe ich nun das 28-300mm. Nur das Universalzoom zu besitzen, würde den Möglichkeiten einer D800 nicht gerecht werden. Soweit stimme ich denjenigen zu, die bislang so eine Optik verschmäht haben. Wer aber auf Reisen ist, der ist dankbar, wenn er möglichst flexibel ist, ohne sich einen Bruch zu heben – oder hunderte von Festbrennweiten im Gepäck zu haben. Das 28-300mm gepaart mit einem 35er oder 50er für die lichtschwachen Momente – das reicht allemal dafür aus !

Stellt sich nur die Frage des Preis-Leistungsverhältnisses!

Angesichts der Tatsache, dass die Preise schon seit etlichen Jahren nicht nur bei Nikon recht gepfeffert sind, ist dieses Objektiv definitiv nicht zu teuer. Es ist aber auch kein Schnäppchen, so dass meiner Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis gerade so in Ordnung ist.

Im Vergleich zum Sigma 24-120mm habe ich mir den Mehrwert durch die zusätzliche Brennweite erkauft. Die fehlenden 4mm am kurzen Ende kann ich mit zwei Schritten rückwärts auch notfalls erlaufen. Dafür fehlen beim 24-120mm am langen Ende immerhin satte 180mm. Somit geht ganz klar der Punkt an das Nikon 28-300mm – an das vielseitigere Zoom. Und gespart hat man am Preis auch noch deutlich. !

Ich habe jahrelang mit dem 35-70mm f2,8 und dem 80-200mm f2,8 fotografiert – und war glücklich damit. Allerdings war ich da auch 20 Jahre jünger. Mir hat es damals nichts ausgemacht mit soviel Gepäck zu reisen. Im Gegenteil – je größer, desto besser. Für Reportagen genau die richtigen Objektive. Das dachte ich damals. Nein, es kann nicht schaden das 24-70 und das 70-200 zu besitzen. Aber für Unterwegs zum unbeschwerten Fotografieren taugen diese Schwergewichte einfach nichts. Zumal ich diese dann auch wechseln müsste, sofern es die Situation erfordert. Das entfällt beim 28-300mm komplett.

Meine klare Empfehlung geht an das 28-300mm – nicht nur für Amateure.

Christian Schirrmacher

PS: Wer es sich auch kaufen möchte, der hat hier die Möglichkeit dazu!

PPS: Pixelpeeper finden das „beste“ Objektiv für ihre Nikon D800 hier.

Erfahrungsbericht Nikkor AF-S 28-300mm f3,5-5,6 G ED 
 mit der Nikon D800

Kennen Sie das? Da hat man nun eine sündhaft teure Bildbearbeitungssoftware, kann damit aber nichts anfangen. Denn letztendlich ist für die Benutzung der komplizierten Software fast schon ein Studium in Grafikdesign notwendig. Neben Online-Tutorials bleibt einem noch der Griff ins Bücherregal. Da ich schon das umfangreiche Werk Photoshop CS5 besitze lag es nahe, mich nun auch mit dem neuen Ratgeber in Sachen Photoshop CS6 auseinanderzusetzen. Diese Rezension ist das Ergebnis.

CS6: Schritt für Schritt zum perfekten FotoIm vorliegenden Buch ‚Photoshop CS6 – Schritt für Schritt zum perfekten Foto‘ handelt es sich um eine aktualisierte Version aufgrund der neuen Photoshop-Version CS6. Das Buch kommt als wertig verarbeitetes Buch im Hardcover-Design. Ich bevorzuge solche Bücher schon deshalb, weil sie meistens auch einige Jahre halten sollen. Da ist eine vernünftige Bindung im Hardcover die bessere Variante. Hält das Buch aber auch inhaltlich das, was es verspricht? Ist es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu besseren Fotos?

14 Kapitel führen den Nutzer von den ersten Schritten der Bildorganisation und dem ABC der Bildbearbeitung zu spezielleren Arbeiten wie dem Freistellen oder der Porträtretusche. Während ich mich durch meinen alten Wälzer zu Photoshop CS5 manchmal durchkämpfen musste und manches Fragezeichen hinter der Anleitung stand, so hat das neue und etwas schmalere Werk eindeutig an Qualität zugelegt und erklärt wirklich Schritt-für-Schritt. Jedes Kapitel ist unterteilt in weitere Unterkapitel, so dass sich alle Themen anhand der Überschrift leicht und einfach im Inhaltsverzeichnis wiederfinden lassen. Der Unterschied zum dickeren Wälzer liegt in der Ausführlichkeit und Tiefe.

Wer schnellen Zugriff auf die für uns Fotografen wirklich wichtigen Themen braucht, der ist mit dem vorliegenden Buch also bestens bedient. Da wäre z.B. die Portrait-Retusche, aber es werden ebenso auch Themen wie Bereichsreparaturen, freistellen und montieren, Farbkorrekturen, Organisation und Bearbeitung von RAW-Dateien, Schwarz-Weiß Umwandlung genauso aufgerufen, wie die Korrektur der Perspektive oder die Erstellung von Panoramen. Ein Inhaltsverzeichnis ist auch online auf der Seite des Verlags einsehbar.

Nutzer der Vorgängerversion können ebenfalls problemlos mit diesem Buch arbeiten. Alle neuen Funktionen und Features der neuen Photoshop-Version CS6 werden gesondert erwähnt und erklärt. So gibt es in der aktuellen Version des Buches im Vergleich zum Vorgänger ein neues Kapitel „Videobearbeitung“, denn in der neusten Version lassen sich  auch Videos in Photoshop bearbeiten. Eine Tatsache, auf die das Buch ‚Photoshop CS6-Schritt für Schritt zum perfekten Foto‘ eingeht.

Insgesamt umfasst das Buch knappe 500 Seiten und ist angefüllt mit nachvollziehbaren Anleitungen, erklärenden Exkursen zu bestimmten Themen und 122 Workshops zur Bildbearbeitung. Zum Buch selbst gibt es eine DVD mit allen Beispielbildern aus den Workshops, sowie zwei Stunden Video-Lektionen zu ausgewählten Themen. Die aktuelle Photoshop-Version ist als 30-Tage-Testversion für Win und Mac ebenfalls auf der DVD.

Fazit: ‚Photoshop CS6-Schritt für Schritt zum perfekten Foto‘ ist ein Grundlagenbuch und geeignet für alle, die sich auf das Wesentliche der Fotonachbearbeitung konzentrieren wollen. Gerade die für Fotografen wichtigen Bildbearbeitungsschritte werden von der Autorin Maike Jarsetz gut und anschaulich erklärt. Mit den Fotos auf der DVD lassen sich alle 122 Workshops aus dem Buch nachmachen, so dass ein wirklicher Lerneffekt entsteht.

Das Buch gibt es bei amazon, oder auf der Webseite von Galileo Press.

Buch-Rezension: Photoshop CS6-Schritt für Schritt zum perfekten Foto

Immer mal wieder kommen einem Produkte in die Finger, bei denen man sich unweigerlich fragt, wer so etwas kauft. Der Lensbumper ist eines von diesen Produkten. „Stoßstange“ für Objektive? Darauf gestoßen bin ich auf der Seite kickstarter.com. Dort können die Nutzer Projekte vorstellen, die dann über das sogenannte Crowdfunding finanziert werden – oder auch nicht. Die amerikanische Firma DeluxGear hat mit dem LensBumper ein Crowdfunding-Projekt für einen Objektivschutz gestartet und 58 Leute haben das Produkt unterstützt! Es gibt eben doch für alles einen Markt.

Der Lensbumper besteht außen aus robustem „Santopren“, innen aus kaschiertem Neopren. Im Gegensatz zum LensGuard ist der Bumper offen und soll so auch beim Fotografieren auf dem Objektiv verbleiben können. Den Bumper gibt es in verschiedenen Größen bis hin zu Giant für Teleobjektive mit langer Brennweite. Kostenpunkt: Zwischen 19,99€ für Größe S und 69,99€ für Größe Giant (alles empfohlene Verkaufspreise).

Lensbumper in Aktion

Ich habe den Lensbumper Größe M an meinem Tamron SP AF60mm F/2.0 Di II LD IF Macro 1:1 mit Nikon-Anschluss ausprobiert – laut Größentabelle die richtige Größe. Trotz richtiger Größe muss der Lensbumper mit recht viel Kraft auf das Objektiv geschoben werden. Sogar mit so viel Kraft, dass ich mich mehrfach der richtigen Größe versichert habe. Und auch dann sitzt er für mein Verständnis nicht 100%ig. Allerdings muss ich zugeben, dass der vordere Teil des Objektivs durch den Bumper gegen Beschädigungen von der Seite und von vorne geschützt ist. Gegen einen Treffer einer spitzen Ecke wie von einem Tisch allerdings bietet diese Lösung keinen ausreichenden Schutz. Hier besteht immer noch die Möglichkeit, die Linse zu beschädigen.

Laut Hersteller kann man den Bumper auch mit Gegenlichtblende verwenden. Persönlich habe ich den Versuch abgebrochen. Mit der Gegenlichtblende ist es mir auch mit sehr viel Krafteinsatz erst gar nicht gelungen, in die entsprechende Führung zu kommen. Da habe ich dann aus Angst aufgehört, das Objektiv zu beschädigen. Auf den Bildern sieht man diese Verwendungart zwar, allerdings habe ich die Gegenlichtblende einfach in den Bumper geschoben.

Fazit

Die Idee ist nachvollziehbar und nett: Die teure Investition schützen, indem eine gefütterte und stoßfeste „Stoßstange“ über das Objektiv geschoben wird. Sicherlich ein Grund, warum die Idee über kickstarter.com finanziert wurde. Das Material ist auch robust genug, um das Objektiv zu schützen. Allerdings funktioniert das Produkt zumindest für meinen speziellen Fall nicht bzw. nur eingeschränkt, denn es passt einfach nicht richtig. Gegen Schäden beim Transport bietet der Bumper ebenfalls keine ausreichende Lösung, denn die Frontlinse liegt zwar geschützt, ist aber immer noch offen. Die Verwendung mit Gegenlichtblende ist für meine Begriffe ebenfalls nicht möglich, zumindest nicht mit meinem Objektiv. Wer an einem Schutz für sein Objektiv interessiert ist, der sollte sein Geld lieber in einen LensGuard investieren. Hierbei handelt es sich um eine geschlossene Kappe aus der Sentopren-Neopren-Mischung, aus der auch der LensBumper gemacht ist. Beim Transport kommt die Kappe drauf, beim Fotografieren kommt sie ab. Im Vergleich zum Bumper die sinnvollere Variante.

>> Lensbumper-Projekt bei kickstarter.com

>> Andere Photoprojekte bei kickstarter

Stoßstange fürs Objektiv – schützen mit dem Lensbumper

Da ich oft mit der Kamera unterwegs bin und der ihr mitgelieferte Gurt unbequem und unhandlich sein kann, habe ich nach einem bequemen Kameragurt gesucht, den ich fürs Fotografieren aus der Hand und Aufnahmen vom Stativ gleichermaßen verwenden kann. Bei Spaziergängen hat sich gezeigt, dass ich typischerweise in beide Situationen komme. Daher habe ich mir im Internet und auf der Photokina verschiedene Gurte angesehen. Darunter den Sun Sniper und den Blackrapid R-Strap. Beide sind sich darin ähnlich, dass sie aus einem quer über den Oberkörper verlaufendem Gurt bestehen, an welchem die Kamera beweglich befestigt ist und auf Hüfthöhe getragen wird. Mein näheres Interesse galt schließlich einem dritten Gurt im Bunde, dem Carry Speed CS Pro MKII. Dieser Kameragurt lässt sich mit Stativen verwenden und ist explizit auf diese Verwendung ausgelegt. Darin unterscheidet er sich von den anderen Systemen. Und das funktioniert so: Der CS Pro MKII kommt mit einer stabilen Metallplatte, die über das Stativgewinde am Body befestigt wird. Die Verbindung zwischen Kamera und Gurt findet über ein in die Metallplatte eingeschraubtes Verbindungsstück statt.

Produktbilder

Ausgepackt

Schauen wir uns den Gurt einfach mal an. Die Verpackung enthält ein Schulterpolster aus Neopren. Dieses ist weich und dehnbar, 8,5 cm breit und mit Löchern zur Belüftung versehen. Der Gurt selbst ist aus robustem Nylon und wird mittels Plastikclips am Schulterpolster befestigt. Mit Plastikclips habe ich schon schlechte Erfahrungen gemacht; diese hier machen jedoch einen robusten Eindruck. Die Clips sind zusätzlich gegen versehentliches Öffnen gesichert. Sie lassen sich nur mit zwei Händen öffnen. Die passende Länge des Gurtes wird mittels einer beweglichen Schnalle eingestellt. Die Platte und das Verbindungsstück sind beide massiv und machen einen belastbaren und soliden Eindruck.

Im Lieferumfang enthalten sind außerdem ein Band mit einer Befestigungsschraube, eine Handschlaufe und ein kleiner Gurt mit einem Karabiner. Die Funktion der Handschlaufe erklärt sich von selbst. Der Gurt mit Karabinerhaken kommt zum Einsatz, wenn man ein schweres Teleobjektiv an der Kamera verwendet. Der kleine, zusätzliche Gurt wird an der Kamera befestigt und mittels Karabiner in den Hauptgurt eingehakt. Der Hauptgurt wird an der Stativschelle des Objektivs befestigt. So lässt sich der Gurt auch mit unhandlichen Kamera-Objektiv-Kombinationen verwenden.

Soweit die Produktbeschreibung. Sieht alles gut aus. Aber taugt der Gurt auch was?

Befestigung – Problem mit der D800

Problem mit der D800. Wie man sieht, liegen die Befestigungen für das Verbindungsstück auf dem Kamerabody auf. Dadurch steht die Platte von der Kamera ab.Mit der Befestigung gibt es allerdings schon ein Problem! Die Platte lässt sich an der D800 nicht wie auf der Webseite beschrieben montieren. Wenn die Öffnungen für das Verbindungsstück zum Objektiv zeigen, ragen sie nicht über den Body hinaus. Dadurch liegt die Platte auf dem Body auf und steht ab. Das Problem lässt sich dadurch lösen, dass die Löcher für den Gurt einfach in Richtung Display weisen. Trotzdem: Einen Hinweis darauf gibt es weder auf der Webseite, noch innerhalb der Verpackung. Denn die Verwendung ist so nicht wie gedacht möglich. Die Überwurfmutter der Gelenkkupplung zu schließen, finde ich ebenfalls etwas fummelig.

Ist der Gurt an der Kamera befestigt, geht alles ganz leicht. Der Gurt wird schräg über den Körper getragen. Die Größe lässt sich auf der Vorder- und Rückseite leicht und schnell einstellen. Dabei wird die grundlegende Länge über die Schnalle auf dem Rücken eingestellt, und über die bewegliche Schließe wird der Gurt dann auf die Länge eingestellt, die beim Tragen gewünscht ist. Mit dieser Schnalle kann der Gurt auch wieder verlängert werden, wodurch man ihn bequemer an- und ausziehen kann. Hört sich alles komplizierter an als es ist. Tatsächlich ist die Größenanpassung mühelos und zügig erledigt.

Nutzung mit Stativ

Gurt mit Kamera und 5 x 6 cm großer Schnellwechselplatte. Durch die Platzierung der Befestigungsmöglichkeit an den äußeren Ecken kommen sich Kugelkopf und Gurt nicht in die Quere.Um die Nutzung auf dem Stativ zu erleichtern, sollten Sie eine Schnellwechselplatte verwenden. Ein Einbeinstativ lässt sich ja noch relativ leicht direkt in die Platte des CS Pro schrauben, aber mit einem Dreibein samt Kopf kann das dann schon etwas umständlicher werden. Ich selbst habe zwei Schnellwechselplatten benutzt, eine 4×5 cm, die andere 5×6 cm. Mit beiden gab es keinerlei Platzprobleme. Allerdings können hier natürlich mit anderen Köpfen Einschränkungen auftreten, wenn sich zum Beispiel der Gurt oder das Verbindungsstück über oder vor Einstellrädchen am Kopf befinden und so den Zugang dazu einschränken.

... geht mit Gurt nicht mehr! Die Schraube am Kopf kommt sich hier mit der Überwurfmutter in die Quere. Das Ergebnis ist ein Verkanten.Konkretes Beispiel: Wird die Kamera direkt auf den Kugelkopf Magic Ball von Novoflex geschraubt und ist der Gurt befestigt, lässt sich der Kopf nicht an die Platte schrauben. Der Grund dafür wird im Bild deutlich – das Rädchen am Kopf kommt sich mit der Überwurfmutter in die Quere. Allerdings sollten Sie dabei beachten, dass ein Gurt natürlich nicht für alle Eventualitäten ausgelegt sein kann. In erster Linie ist der Gurt dazu gedacht, die Kamera bequem am Köper zu tragen und Bilder aus der Hand zu machen.


Gut

  • Kann rechts oder links getragen werden
  • Handschlaufe und Befestigungsclip für Teleobjektive inkl.
  • Plastikclips sind doppelt gesichert
  • bequemes Neopren-Polster für die Schulter
  • selbst größere Schnellwechselplatten können befestigt werden

Nicht so gut

  • Platte kann an der D800 nicht wie gedacht befestigt werden
  • Kamera kann nicht einfach abgestellt werden, weil der Pin in der Platte fest steckt
  • Kameragurt betont unvorteilhafte Körperrundungen 😉

 
Fazit: Qualitativ kann der Carry Speed CS Pro überzeugen. Der Tragekomfort ist auf mehrstündigen Spaziergängen selbst mit einer schweren DSLR und 70-300 Telezoom gewährleistet. Die unterschiedliche Verwendung für das Fotografieren aus der Hand und mit Stativ ist mit einer entsprechenden Schnellwechselplatte ohne Probleme möglich. Einschränkungen mit bestimmten Ausrüstungsgegenständen können natürlich nicht vermieden werden. Negativ aufgefallen ist allerdings die Befestigung an der D800, zumal der CS Pro MKII speziell für Profi-DSLR ausgelegt ist. Wer als Fotograf einen bequemen Kameragurt für längere Fototouren sucht, der ist mit dem solide verarbeiteten CS Pro MKII von Carry Speed gut bedient, sollte aber vor dem Kauf testen, ob seine Kamera problemlos mit dem Gurtsystem funktioniert.

 

Praxistest Carry Speed Kameragurt