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Teil 2 – Objektivnamen von Nikon / Nikkor

Erstellt am 4. Oktober 2012 von 2 Kommentare

Objektivbezeichnungen von Nikon

Nikkor ist der Name für die Objektivsparte und steht in jeder Produktbezeichnung eines Objektivs aus dem Hause Nikon. Mit der Einführung der Systemkamera Nikon 1 in 2011 hat Nikon auch eine neue Objektivserie namens 1 Nikkor eingeführt. Objektive mit dieser Bezeichnung sind speziell für den Sensor der Nikon 1 konstruiert und können nicht an den „großen“ Spiegelreflexkameras verwendet werden.

Da wir schon bei der Sensorgröße sind, erwähne ich gleich, dass bei den Nikkor-Objektiven auch immer ein DX oder FX im Namen steht. DX bezeichnet hierbei die Objektive für den kleineren APS-C-Sensor, wie er in den Consumer-Modellen von Nikon verbaut ist. Also beispielsweise in der Nikon D90, der Nikon D3100 oder der Nikon D7000. Im Profibereich findet sich mit der D300 ebenfalls ein Modell mit dem flächenmäßig kleineren Sensor. Vollformat- oder Kleinbildkameras hingegen haben einen Sensor, der flächenmäßig genauso groß ist wie Film und damit größer als APS-C-Sensoren. Objektive mit einem DX im Namen können diese größere Sensorfläche nicht voll belichten. Demnach können DX-Objektive – wenn überhaupt – nur mit Einschränkungen in der Bildqualität an Kameras mit Vollformatsensoren benutzt werden. Vollformat-Objektive sind mit einem FX im Namen gekennzeichnet. Diese Objektive können sowohl an Vollformat-Kameras verwendet werden, als auch an Kameras mit APS-C-Sensoren.

Ebenfalls in (fast) jeder Objektivbezeichnung zu finden ist die Angabe AF oder AF-S. Diese Kürzel stehen für den Autofokus. Der Unterschied zwischen den Bezeichnungen besteht darin, dass AF-S-Objektive den Autofokusmotor eingebaut haben, also nicht auf eine Kamera mit Autofokusmotor angewiesen sind. Kameras wie die Nikon D40 oder die neuere D3100 haben keinen eingebauten Autofokusmotor. AF-Nikkore lassen sich an diesen Kameras also nur manuell fokussieren.

Neben Informationen für den Autofokus übertragen Nikkor-Modelle der D- und G-Serie außerdem auch Belichtungsinformationen basierend auf der Matrixmessung an die Kamera. Die D-Serie unterscheidet sich von der G-Serie dadurch, dass D-Nikkore über einen Blendenring verfügen. Bei Objektiven der G-Serie gibt es diesen Blendenring nicht mehr, hier wird die Blende elektronisch über die Kamera eingestellt. Das ist bei der Kompatibilität zum ausgewählten Kameramodell ebenfalls zu beachten, obwohl grundsätzlich alle Objektive von Nikon mit allen gängigen Kameras kompatibel sind – aber eben mit Einschränkungen. Nur gut, dass wir bei unseren Angaben auch jeweils die kompatiblen Kameramodelle zu jedem Objektiv angeben.

Aber zurück zur Namensgebung. Auch Nikon verwendet einige Kürzel, hinter denen sich interessante Angaben zum Objektiv verstecken. Wie schon erwähnt bedeutet das SWM im Objektivnamen, dass ein Ultraschallmotor im Objektiv verbaut ist, der den Autofokus antreibt. Ultraschall als Antrieb ist im Vergleich besonders schnell, aber auch besonders leise.

Schutz gegen Verwacklungen beim fotografieren aus der Hand bieten gemeinhin die Bildstabilisatoren. Bei Nikon heißt diese Technologie Vibration Control (VC). Diese Vibrationskontrolle soll bis zu 4 Stufen längere Belichtungszeiten ermöglichen, natürlich sind das Ergebnisse unter Idealbedingungen. Die VC gibt es mittlerweile auch in einer weiter entwickelten Version, der VC II. Diese hat einen normalen Modus und einen speziellen „Active“ Modus.

ED steht für Extra-Low-Dispersion und damit sind Linsen gemeint, die besonders gegen Streuung (Diffusion) wirksam sind. Es ist natürlich klar, dass ein – vereinfacht gesprochen – auseinanderfasernder Lichtstrahl sich negativ im Bildergebnis auswirkt. Dadurch entstehen ähnlich wie bei einem Prisma die sogenannten chromatischen Abberationen, also Farbsäume. Die Bildschärfe leidet ebenfalls unter einer Streuung, so dass ED-Linsen sich zweifach in der Bildqualität bemerkbar machen.

Damit sind eigentlich alle wichtigen Bezeichnungen in den Objektivnamen von Nikon Objektiven benannt. Neben dem Namen sehen Sie die Ausstattungsmerkmale auch immer in dem jeweiligen Datenblatt des Objektivs.

Category : ratgeber