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Vergleich Telezooms: Nikons neues AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR mit AF NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6D ED VR

Erstellt am 6. März 2013 von 1 Kommentar

Mit dem Telezoom AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR kommt eine überarbeitete Version eines bereits erhältlichen Objektivs im März auf den Markt. Die Preisempfehlung liegt bei 2.699,00 €. Laut Nikon wurde die neue Version des Objektivs gründlich überarbeitet. Stimmt das auch?

Dazu schauen wir uns am besten beide Objektive im Vergleich an. Als erstes fällt auf, dass das neue Objektiv aus der G-Serie entstammt, der Vorgänger aus der D-Serie. Das neue 80-400er hat also keinen Blendeneinstellring mehr, sondern die Blende wird ausschließlich elektronisch gesteuert. Die elektronische Blendeneinstellung erlaubt auch halbe und Drittelblendenstufen und ist allgemein präziser.

Größer und schwerer

Rein von den Maßen und vom Gewicht ist das neue AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR größer und schwerer als der Vorgänger. Der Durchmesser ist um gute 4,5 cm gewachsen, in der Länge hat das Objektiv gute 3 cm zugelegt. Die Ursache dafür ist die neue optische Konstruktion des Objektivs. Um auch den Anforderungen der neuen, höher auflösenden Kameras gerecht zu werden wurde die optische Konstruktion von 17 Elementen in 11 auf 20 Elemente in 12 Gruppen erweitert. Die zusätzlichen Linsen machen das Objektiv auch schwerer und größer.

Unter den verbauten Linsen befinden sich beim neuen Nikkor Telezoom vier ED-Glaselemente und eine Linse aus Super-ED-Glas, beim Vorgänger sind es drei. ED-Elemente reduzieren Farbsäume und andere Farbfehler. Die neuen Elemente sind außerdem mit einer Nanokristallvergütung versehen. Diese ist wirksam gegen Streulichtern und Blendenflecken.

Übersicht der Verbesserungen

  • Ultraschallmotor SWM
  • Super-ED-Glas
  • Nanokristallvergütung
  • Innenfokussierend
  • drei Autofokus-Modi
  • kompatibel mit Nikon-Konvertern, je nach Kamera sogar mit automatischer Scharfstellung

Innenfokussierend und neuer AF-Modus

Ein weiteres Ergebnis der neuen Kontruktion ist der Nahaufnahmeabstand des neuen Objektivs. Dieser ist mit 150cm gute 70cm geringer als beim alten Modell. Ebenfalls neu ist, dass das neue AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G innenfokussiert gebaut ist. Jetzt werden also zum Scharfstellen nur noch wenige Elemente im Inneren bewegt. Das macht den Autofokus schneller und energieeffizienter. Beim Zoom hat sich Nikon ebenfalls etwas einfallen lassen: Per Schalter lässt sich der Entfernungsbereich auf FULL« oder auf  ∞ bis 6 m einstellen und ermöglicht es so, den Fokussiervorgang zu beschleunigen, wenn das Motiv keine Nahaufnahmen erfordert. Im Gegensatz zum Vorgänger verfügt das neue 80-400er Telezoom auch über drei Fokusmodi. Das Objektiv lässt sich automatisch scharfstellen, manuell und in der neuen Version kann der Fotograf jederzeit in den automatischen AF eingreifen und bei halb gedrücktem Auslöser manuell scharfstellen, ohne das die Kamera versucht, automatisch scharf zu stellen.

In der neuen Version lässt sich das Objektiv je nach Brennweite bis auf Blende 40 abblenden. Bei der ersten Version des Objektivs ging es maximal runter bis Blende 32.

Ultraschallmotor, Bildstabilisierung und konvertertauglich

Eine weitere Verbesserung ist der Ultraschallmotor für den Autofokus. Eine Bildstabilisierung war auch schon im Vorgänger drin, in der neuen Version kommt aber die neuste Version der Stabilisierung zum Zuge. Ein wirkliches Plus in Sachen Flexibilität ist jedoch die Kompatibilität mit Telekonvertern von Nikon. Damit lässt sich die Brennweite entweder um den Faktor 1,4x, oder – bei manueller Scharfstellung – sogar um den Faktor 2x verlängern. Das heißt: Bis zu 800mm Brennweite! Mit den Kameras D4, D800/D800E, D600, D7100 kann mit dem 1,4x Konverter von Nikon sogar noch automatisch fokussiert werden.

Fazit: Die Produktmerkmale des neuen AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR zeigen deutliche Unterschiede im Vergleich zur Ur-Version des Telezooms. Dabei wurden einige entscheidende Merkmale verbessert. So verfügt das Objektiv jetzt über einen Ultraschallmotor (SWM), ist innenfokussierend und bietet einen weiteren AF-Modus. Für die Bildqualität ist mit einer Nanokristallvergütung und zusätzlichen ED-Linsen auch etwas getan worden. Entscheidend im Bezug auf die Allrounderfähigkeiten ist für mich jedoch die konvertertauglichkeit des Objektivs. Dadurch erschließen sich auch für Fotografen mit weniger Budget Brennweitenbereiche im mittleren bis hohem Telebereich. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich das gute Stück in der Praxis bewährt. Vor allem an die Schärfeleistung über den gesamten Bild- und Brennweitenbereich sind hohe Erwartungen gesetzt, verspricht Nikon in der Pressemeldung, dass das Objektiv an die Fähigkeiten neuerer Kameras angepasst ist.

Einen Vergleich beider Objektive finden Sie hier: AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR vs. AF NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6D ED VR

Die Detailseiten der Objektive können Sie natürlich auch direkt aufrufen:

Überarbeitete Version: AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR
Vorgängerversion: AF NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6D ED VR

Im Handel ist das AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR ab März mit Gegenlichtblende HB-65, Objektivtasche CL-M2 und dem Stativadapter im Lieferumfang für UVP 2.699,- € zu haben.

 

Category : news

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